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Mit der Konsumlaune wächst der Finanzierungsbedarf

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Seit fünf Jahren war die Lust am Konsum nicht mehr so groß: 62 Prozent der Frauen wollen momentan Geld ausgeben, bei Männern sind es 55 Prozent. Gefragt sind vor allem Möbel, gefolgt von Reisen, Elektrogeräten, Autos und Motorrädern. Dies hat die CreditPlus Bank ermittelt, und sie hat auch nach den Finanzierungsabsichten gefragt: Diese wurden von rund 17 Prozent der Befragten bekundet, die Käufe planen. 36 Prozent sind es gar bei den 14- bis 34-Jährigen, die Über-55-Jährigen bringen es dagegen nur auf 7 Prozent. Auch zwischen Männern und Frauen gibt es Unterschiede.

Einen Einkauf mit Finanzierung erwägen nämlich 18 Prozent der Männer, bei Frauen sind es nur 14 Prozent. Dabei haben Männer deutlich mehr Geld für wichtige, kurzfristige Investitionen zur Verfügung, beispielsweise können 32 Prozent auf mehr als 2.500 Euro zurückgreifen. Bei den weiblichen Befragten sind es nur 20 Prozent. Wenn Zusatzausgaben anstehen, haben insgesamt 30 Prozent der Deutschen maximal 625 Euro zur Hand. 35 Prozent besitzen zwischen 625 und 2.499 Euro und immerhin 26 Prozent mehr als 2.500 Euro.

Mehr Verdienst, mehr Konsum

Insgesamt sind Deutschlands Konsumenten in bester Stimmung. 71 Prozent, also die überwiegende Mehrheit, blickt optimistisch auf die Entwicklung des eigenen Lebensstandards in den nächsten Monaten. Die Gesellschaft für Konsumforschung macht dafür vor allem die steigenden Einkommensaussichten verantwortlich. Die Beschäftigten hoffen, dass sich die exzellente Situation vieler Unternehmen auf Lohn und Gehalt auswirken werde. Auch glauben sie, dass sich der Arbeitsmarkt weiterhin positiv entwickeln wird.

Die größten Verbesserungen zeigen sich in Ostdeutschland. Der Anteil der Menschen, die sich "einiges leisten können" oder "sich in keinster Weise einschränken müssen", hat gegenüber letztem Jahr um knapp ein Drittel zulegt. Für 48 Prozent der Deutschen reichen ihre Finanzen, um "zurecht zu kommen". Positiv auf die Kauflaune wirkt sich laut GfK auch das niedrige Zinsniveau aus, "das Anschaffungen im Vergleich zur Geldanlage attraktiv macht".

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