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Was konsumieren die Deutschen?


Der private Konsum werde in diesem Jahr um ein halbes Prozent zunehmen, meint die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK). Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter, die Preise bleiben weitgehend stabil. Die GFK-Experten glauben deshalb, dass 2011 beim Wachstum eine Eins vor dem Komma durchaus realistisch ist. Gekauft und finanziert wird aktuell vor allem Elektronik.

Dieser Markt darf sich nach einem goldenen Herbst über ein stolzes Weihnachtsgeschäft freuen. Mit 14,4 Prozent ist im dritten Quartal das IT-Segment besonders stark gewachsen, wobei dort jeder zweite Euro mit mobilen Computern erwirtschaftet wurde. Auch Kaffee- und Espressomaschinen, Kompaktkameras mit Wechselobjektiven, Flachbildfernseher und Smartphones sind heiß begehrt. Generell liegen Geräte mit wenig Energieverbrauch und hochwertiger Ausstattung im Trend.

Weniger rosig zeigt sich 2010 der private Automarkt, der durch die Abwrackprämie im vergangenen Jahr über viele Monate gesättigt war. Beispielsweise fällt das Neugeschäft mit dem Kfz-Leasing privater Haushalte laut Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) von 5,8 Milliarden Euro 2009 auf voraussichtlich 2,6 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Das entspricht einem Minus von 54,8 Prozent. Es gebe aber bei den aktuellen Kfz-Bestellungen Rekordwartezeiten von mehreren Monaten, berichtet BDL-Präsident Martin Muldersbach: "Die heute bestellten Fahrzeuge werden bei der Auslieferung und damit unter Umständen erst im nächsten Jahr statistisch erfasst."

Mehr Autos abgesetzt
An bessere Zeiten für Kfz glaubt VDA-Präsident Matthias Wissmann: "Wir sehen, dass sich die Trendwende auf dem Inlandsmarkt spürbar festigt." Im September gingen laut Verband der Automobilindustrie 15 Prozent mehr Aufträge ein, im Oktober sogar 35 Prozent. Und auch eine Studie der CreditPlus Bank lässt hoffen: Beim Auto werde wieder weniger gespart. Nur 36 Prozent der deutschen Konsumenten wollen auf günstigere Modelle umsteigen, im Juli seien es noch 42 Prozent gewesen.

Dies mag auch daran liegen, dass die Deutschen insgesamt wieder mehr Geld zum Ausgeben haben, nämlich im Schnitt 1.056 Euro nach Abzug aller Fixkosten - so die CreditPlus Bank. Das sind 128 Euro mehr als im Juli und sogar 224 mehr als zu Jahresbeginn. Gleichzeitig sei die Sparbereitschaft im Laufe des Jahres um 7 Prozent gesunken. Das deutsche Konsumklima verbessert sich also immer weiter.

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