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Was Bankmanager verdienen
Was Bankmanager verdienen
Wer in einer Bank leitend tätig ist, kann mit wesentlich mehr als 200.000 Euro Jahresgehalt nach Hause gehen - oder mit weniger als 50.000 Euro. Für alle gilt jedoch gleichermaßen: Die Festgehälter steigen weniger als vor der Krise. Schuld daran sind vor allem "die schwierige Situation der Branche einerseits und zurückgehenden Inflationsraten andererseits", sagt Martin von Hören, Vergütungsexperte von Kienbaum. Doch wie hoch sind die Verdienste derzeit genau?
Knapp ein Drittel der Führungskräfte auf erster Ebene bekommt laut einer aktuellen Kienbaum-Studie bis zu 90.000 Euro im Jahr, 36 Prozent gehen mit einem Gehalt von mehr als 130.000 Euro nach Hause und ungefähr genauso viele liegen dazwischen. Im Schnitt bringt es die erste Ebene auf 132.000 Euro, die zweite Ebene unterhalb des Vorstands auf 98.000 Euro.
Insgesamt ist die Vergütung zwischen Juli 2008 und Juli 2009 um durchschnittlich 2,7 Prozent gewachsen. Einige größere und besonders krisengebeutelte Häuser setzten die Gehaltserhöhungen jedoch komplett aus. Auf der anderen Seite durften sich Führungskräfte ertragsstarker Institute über ein Plus von 4,1 Prozent freuen. Sparsam sind bekanntermaßen die Genossenschaftsbanken: Hier erhalten 81 Prozent der Topmanager maximal 100.000 Euro Gehalt, bei privaten Geschäftsbanken liegt dieser Anteil lediglich bei 19 Prozent.
Weil die Finanzbranche die Fixgehälter besonders erfolgreicher Managern aufgrund niedriger Budgets derzeit nicht ausreichend erhöhen kann, sucht sie verstärkt flexible Regelungen. "Der Trend zu variablen Vergütungssystemen ist weiterhin ungebrochen", bestätigt van Hören. Auch hier macht die Bankengruppe den Unterschied. So erhalten drei Viertel der Führungskräfte in öffentlich-rechtlichen Instituten 14 Prozent der Gesamtbezüge variabel, bei privaten beziehen 98 Prozent der Manager durchschnittlich 29 Prozent ihres Gehalts erfolgsabhängig.
Noch haben Banken vergleichsweise wenig Firmenwägen, doch die Zahl nimmt stetig zu. Auf der ersten Führungsebene fahren 60 Prozent (Vorjahr: 53 Prozent) ein vom Arbeitgeber gestelltes Auto, auf der zweiten Ebene sind es 30 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent). Die Anschaffungskosten liegen im Schnitt bei 44.000 beziehungsweise 34.000 Euro. Die Nutzung ist meist relativ frei, gelegentlich geben Genossenschaftsbanken Beschränkungen vor, wie etwa eine jährliche Kilometerobergrenze oder den Ausschluss von Urlaubsfahrten. Knapp die Hälfte der Mitarbeiter dürfen außerdem Marke und Typ des Autos nicht frei wählen.
Gute Berufschancen in Berlin Wer übrigens in der Finanzbranche derzeit einen Job sucht, sollte nicht mehr an den Main, sondern an die Spree gehen. Der Personaldienstleister Adecco ermittelte, dass in Berlin derzeit die meisten Stellen für Finanzdienstleister angeboten werden. Allerdings hat die Krise im deutschen Jobmarkt ihre Spuren hinterlassen: Finanzdienstleister, Versicherungen und Immobilienfirmen schrieben in den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 fast 40 Prozent weniger Stellen aus, bei den Akademiker-Jobs lag der Rückgang sogar bei knapp 50 Prozent. Größter Arbeitgeber sind derzeit mit der Hälfte aller angebotenen Stellen die Immobiliengesellschaften.
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