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Mobile Banking


Auf iPhone 5 oder iPad 3 warten – oder lieber gleich mit einem der neuen Android-Geräte ins mobile Internet gehen? Mittlerweile können Kunden aus einer reichhaltigen Palette von Smartphones und Tablets wählen. Der Trend geht sogar zum Zweitgerät. Allein dadurch wird die Tabletbranche laut Deloitte in diesem Jahr 5 Prozent mehr Neugeräte absetzen. Insgesamt werden sich die Stückzahlen in den nächsten vier Jahren vervierfachen, sind die Deloitte-Experten überzeugt. Fragt sich nur, ob Finanzinstitute diesen Aufwärtstrend für sich nutzen können.

Steffen Binder ist skeptisch: „Wir vermissen bei den Banken einen umfassenden, strategischen Ansatz bei der Entwicklung und dem Angebot von Mobile Apps“, kritisiert der Research Director bei MyPrivateBanking. Das Schweizer Informationsportal für Anleger analysierte jüngst die Apps der 50 weltweit führenden Banken. Das ernüchternde Ergebnis: Zwei Drittel bieten bisher nur begrenzte Funktionen und Inhalte, manche sind in der mobilen Welt sogar noch überhaupt nicht vertreten. Nachholbedarf besteht beim iPad und insbesondere bei Android-Apps. Auch Sicherheit und Datenschutz lassen Wünsche offen. So bieten viele Anwendungen weniger Schutz als das Online-Banking über den PC.

MyPrivateBanking rät zu drei Maßnahmen: Erstens sollten Banken für jede App den Kundennutzen und die Integration in andere Online-Kanäle sowie in weitere Apps definieren. Zweitens erwarten Kunden neben Banking und Wertpapierhandel auch Unternehmens- und Produktinformationen und drittens müssten die Institute klare Prioritäten setzen. Lieber ein paar herausragende Apps als viele mittelmäßige und schlechte – so das Credo. Immerhin ein deutscher Anbieter konnte den internationalen Wettbewerb mit seinen mobilen Anwendungen hinter sich lassen: die Deutsche Bank.

Mobile Kredite im Kommen
Ansätze für innovative Apps gibt es zahlreiche. Mit regulatorischen und operationellen Risiken behaftet, aber dennoch für Bankkunden künftig interessant, ist beispielsweise der Geldtransfer per SMS oder Mobile Payment. 23 Prozent der jüngst von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragten Verbraucher kann sich gut oder sehr gut vorstellen, demnächst im Geschäft mit Handy oder Smartphone zu bezahlen. 2010 waren es noch 8 Prozent. Auch für die mobile Kreditaufnahme ist die Akzeptanz innerhalb eines Jahres gestiegen. Gut oder sehr gut können sich dieses Angebot erst 8 Prozent für sich vorstellen, doch das Interesse wird – wie beim Mobile Payment – stetig zunehmen. „Schon jetzt gehören mobile Geräte am POS in vielen Unternehmen zum Berateralltag“, meint afb-Vorstand Jan Ph. Wieners. Beispielsweise nutzen immer mehr Autohäuser die afb Credit Management Solution auf dem iPad, um die Finanzierung von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen nahtlos in das Verkaufsgespräch zu integrieren. „Die Anwendung lässt sich beispielsweise im Verkaufsprozess gut mit den Apps der Autohersteller kombinieren. Diese schaffen durch Videos und anschaulich aufbereitete Informationen Kaufanreize, unsere Anwendung regelt im Anschluss hochautomatisiert die individuelle Kfz-Finanzierung.“

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