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Welche Wege zum Kunden sich lohnen

Ein Pärchen fotografiert im Elektronikmarkt mit dem Handy den Barcode eines Kaffeevollautomaten. Nicht um zusätzliche Produktinfos geht es ihm, sondern um den Preisvergleich. Vielleicht gibt es das Gerät ja woanders billiger? Damit kann man zumindest die Verhandlungsposition im Markt stärken. Dazwischen mal schnell eine Statusmeldung per Facebook an die Freunde absetzen, und dabei gleich einen günstigen Kredit für den Vollautomaten angeboten bekommen - so könnte es sein.

Neben Facebook gibt es noch eine Reihe anderer Plattformen, deren Geschäftsmodell darauf basiert, dass sie künftig den Handel mit der rasant wachsenden Zahl von Menschen im mobilen Internet verbinden. Foursquare gehört ebenfalls dazu. Dort teilt der Nutzer seinen Freunden mit, wo er sich gerade befindet - und erhält bald immer mehr ortsbasierte Werbung aufs Handy. Laut WirtschaftsWoche Online hat der Dienstleister gerade die Marke von 6 Millionen Anwendern geknackt und ist um sagenhafte 3.400 Prozent gewachsen. Noch stecken soziale Plattformen wie Facebook und Foursquare in den Anfängen. Sie zu ignorieren, könnte jedoch fatal sein.

Viele Kredit- und Leasingunternehmen konzentrieren sich heute auf eine schrumpfende Zahl von Kunden, die größere Investitionen vorausplanen. Nur wenige bieten die Finanzierung parallel zum Kaufabschluss an. Eine Ausnahme bilden sicherlich Autohäuser und ihre angeschlossenen Banken. Sie können nicht nur innerhalb weniger Minuten ein individuelles Kredit- und Leasingangebot unterbreiten, sondern statten ihre Berater dafür mittlerweile sogar mit mobilen Geräten aus. Damit werden Fahr(zeug)erlebnis und Finanzierung quasi direkt miteinander verbunden.

Mobil beraten im Verkaufsraum
"Das Apple iPad hat in den letzten Monaten den Verkaufsraum von nicht wenigen Autohäusern erobert", sagt Jan Ph. Wieners, Vorstand bei afb. Das Unternehmen bietet seit einigen Monaten seine Kredit- und Leasingsoftware afb Credit Management Solution auch für das iPad an, "mit hervorragender Resonanz", wie Wieners bestätigt. Mobile Finanzberatung kann er sich künftig im Elektronikmarkt ebenso vorstellen wie im Möbelhaus. Und: "Bald werden auch Endkunden mit mobilen Geräten selbst Finanzierungsangebote einholen." Entsprechende Dienste lassen sich sicherlich in absehbarer Zeit in Facebook, Foursquare und andere Plattformen einbinden. Banken und Kreditplattformen können ihre Internetreichweite aber auch über eigene Handy-Apps vergrößern. Die dahinter liegenden automatisierten Prozesse bleiben dabei im Idealfall dieselben wie bei anderen Kommunikationskanälen, nur die Benutzeroberfläche wird an das jeweilige Endgerät angepasst.

Multichannel wird Finanzdienstleister also auch weiterhin beschäftigen, denn über neue Technologien begleiten die Anbieter den Kunden bald auf allen seinen Wegen. Ob dies wirklich nötig sei, fragt so mancher Kritiker. Nun: 185 Milliarden heruntergeladene Apps bis 2014 sprechen eine klare Sprache. Die Kunst wird nicht darin bestehen, neue Kanäle wie Mobile zu bedienen, sondern dort aus der Masse herauszustechen. Am besten werden wohl langfristig die Anbieter fahren, die intelligente, intuitive Funktionen mit Lifestyle zu verbinden wissen und dabei in allen Kanälen für den Kunden wiedererkennbar bleiben. Egal an welchem Ort, egal auf welchem Gerät. Die afb Credit Management Solution sorgt dafür, dass dies kosteneffizient, automatisiert und flexibel möglich ist.

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