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ITK-Trends 2011:


mobiler, informierter, kommunikativer

Was dürfen wir von kommenden Smartphones erwarten? Setzen deutsche Unternehmen jetzt auf Cloud Computing und welche neuen Anwendungen wollen sie? Hier ein kurzer Überblick über 10 wichtige Trends, die das nächste Jahr maßgeblich bestimmen könnten.

1 Anwendungen fürs Web 2.0
32 Prozent des IT-Budgets geben Unternehmen laut Capgemini 2011 für das Management ihrer Infrastrukturen aus, davon 27 Prozent für den Entwicklung und Betrieb von Anwendungen und den Rest für das Management von Geschäftsprozessen. Besonders im Fokus: Neue Software für mobile Anwendungen und das Web 2.0.

2 Noch mehr smarte Handys
2011 soll in Deutschland das 10-millionste Smartphone verkauft werden - so eine Prognose des Hightech-Verbands Bitkom. Auch Tablet-PCs für private und geschäftliche Anwendungen werden weiter boomen. Immer mehr Smartphones werden mit rasanten 2-Ghz-CPUs ausgeliefert, die auch komplexe Anwendungen möglich machen. Das bedeutet noch mehr Downloads, was UMTS an seine Grenzen bringen dürfte. Doch der neue Standard LTE (Long Term Evolution) mit Downloadraten von 100 Mbit/s befindet sich bereits im Ausbau.

3 Internet trifft Fernseher
Im Fernsehen eine Stereoanlage sehen, diese gleich online bestellen und per Kredit finanzieren lassen - das wird dank HbbTV bald möglich sein. Im nächsten Jahr werden mit dem neuen Standard, der die Grenze zwischen TV und Internet aufhebt, viele Geräte auf den Markt kommen. Warum sich HbbTV durchsetzen wird? Der Standard ist offen und wurde von großen TV-Herstellern maßgeblich mitentwickelt.

4 Mein Gerät kennt mich
Kontextsensitiv sollen immer mehr elektronische Begleiter künftig werden. So lernen Smartphones und Tablet-Computer, wie unser Tagesablauf aussieht, was wir mögen und was nicht. In einer fremden Stadt können sie uns dann beispielsweise um 12 Uhr das nächstgelegene indische Restaurant vorschlagen - weil wir meist um 12 Uhr zu Mittag essen und das gerne indisch. Stimmen wir zu, lotst uns dann eine weitere App zum Lokal.

5 Überall digital
RFID-Chips in alltäglichen Gegenständen kommunizieren mit unsichtbaren Computern - und der Nutzer profitiert davon. Etwa wenn er beim Einkauf nicht mehr an der Kasse warten muss, sondern der fällige Betrag automatisch beim Verlassen des Supermarktes vom Konto abgebucht wird. Für Gartner ist das sogenannte "Ubiquitous Computing", also die Rechnerallgegenwart, ebenfalls einer der Toptrends 2011.

6 Daten in Echtzeit
Behält Forrester Recht, macht Business Intelligence derzeit einen großen Schritt nach vorne. Es soll bald möglich sein, mit Realtime BI viele Anfragen nahezu in Echtzeit zu beantworten. Allerdings, so mahnen Experten, sollte ein konkretes Bedürfnis zugrunde liege, etwa eine schnelle Kreditentscheidung. Ist dies nicht der Fall, bestünde das Risiko, dass Mitarbeiter unnötig Zeit mit unwichtigen Meldungen aus IT-Systemen verbringen müssten.

7 SOA für alle
Als weiteren Trend prognostiziert Forrester für das Jahr 2011 den breiten Einsatz serviceorientierter Architekturen. Außerdem sollen sich demnächst SOA-Dienste besser an den Policies des Unternehmens ausrichten lassen.

8 Cloud Computing
Für Gartner sind Cloud-Dienste 2011 der weltweit Toptrend, also der bedarfsorientierte Bezug von IT-Leistungen aller Art aus dem Internet. Für Deutschland kommt eine aktuelle Studie der Experton Group allerdings zu einem anderen Schluss: Danach haben sich mehr als zwei Drittel der deutschen Unternehmen bis jetzt noch keine Gedanken darüber gemacht.

9 Teamarbeit im Netz
Auch dies ein Gartner-Trend: 2011 sollen weitere neue Techniken für die Kooperation über das Internet auf den Markt kommen. Projektteams setzen schon heute auf Webkonferenzen, Gruppenkalender, Social Bookmarking, Wikis und Blogs. Dafür müssen die neuen Online-Anwendungen mit bestehenden Offline-Lösungen integriert werden, was in den nächsten Monaten ebenfalls neue IT-Projekte nach sich ziehen dürfte.

10 Virtuelle Desktops
Viele Initiativen drehen sich im nächsten Jahr um die Virtualisierung der Desktops. Damit sollen einerseits Mitarbeiter flexibler und mobiler werden, andererseits will man Managementkosten einsparen. Der deutsche Markt für Desktop-Virtualisierung soll 2011 um rund 13 Prozent wachsen, glaubt Bitkom.

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