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IT-Systemhäuser


Datenflut sorgt für Auftragswelle

Mit 10,3 Prozent mehr Umsatz rechnen führende IT-Berater und Systemintegratoren in diesem Jahr und bis 2016 jährlich im Schnitt mit 9,7 Prozent – so das Ergebnis einer neuen Lünendonk-Studie. Vor allem exponentiell wachsende Datenvolumina zwingen die Unternehmen zum Handeln und sorgen damit bei IT-Dienstleistern für eine gute Auftragslage. Welche Kundenanforderungen 2012 aus ihrer Sicht zu bewältigen sind, hat jüngst das Fachmedium Computerwoche ermittelt. Die Top 5 im schnellen Überblick:

1. Cloud Computing (89,5%)
Hier wittern die Systemhäuser das große Geschäft. Im Vorjahr hielten nur knapp 60 Prozent der Befragten das Thema für wichtig. Bereits Ende letzten Jahres konstatierten Gartner-Experten, dass deutsche Unternehmen beim Cloud Computing eine globale Vorreiterrolle übernommen hätten. Aktuell sind bereits drei Viertel von ihnen in der Cloud – so eine aktuelle Erhebung von Kelton Research.

2. Managed Services (63,2%)
Als „Outsourcing Light“ werden Managed Services häufig auch bezeichnet und ihre Erfolgskurve zeigt derzeit steil nach oben. Viele Unternehmen wollen nämlich nicht mehr ihre komplette IT nach außen verlagern, sondern nur klar umgrenzte Aufgabenbereiche. Kosteneinsparungen ergeben sich bei Managed Services daraus, dass sich mehrere Kunden Ressourcen teilen. Hinzu kommt der Vorteil der geschäftsabhängigen Skalierbarkeit. Diese Art von Diensten eignet sich insbesondere für standardisierbare Geschäftsprozesse wie die automatisierte Kredit- und Leasingabwicklung.

3. Desktop-Virtualisierung (56,1%)

Um 13 Prozent soll der Markt für Desktop-Virtualisierung dieses Jahr wachsen, wie eine Befragung von CMP-WEKA Research Consulting unter IT-Fachhändlern ergeben hat. 39 Prozent gaben an, dass sich die Arbeitsplätze damit leichter verwalten lassen, 36 Prozent stellten Ressourcen-Optimierung und mehr Sicherheit in den Vordergrund.

4. Server-Virtualisierung (54,4%)

Wie beim Cloud Computing geben wachsende Datenmengen der Server-Virtualisierung weiterhin Auftrieb – ebenso wie die steigenden Energiekosten. Eine Oracle-Studie ergab: Knapp ein Viertel der deutschen Zentren hat bereits 50 bis 70 Prozent der Server virtualisiert. Damit sind die Deutschen neben den Schweizern in Europa führend. Das Ende der Fahnenstange ist damit jedoch noch längst nicht erreicht. Ein weiteres Ergebnis des Studie ist:nämlich Jedes zehnte Rechenzentrum hat zehnmal (!) mehr Server im Einsatz, als es eigentlich benötigt.

5. Outsourcing (45,6 %)
Laut einer Studie der Warwick Business School lagern deutsche Unternehmen vor allem ERP-Systeme aus. Mehr als ein Drittel aller IT-Entscheider nutzen dafür sogar mehr als einen Dienstleister. Bevorzugt ausgewählt werden diese von 77 Prozent der Befragten, wenn sie sich durch besondere Innovationskraft auszeichnen. 76 Prozent erwarten vom Dienstleister ihrer Wahl, dass er Prozesse optimiert, und 72 Prozent wollen, dass er ihre vorhandenen Produkte und Services verbessert.

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