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IT im Jahr 2032
Smarte Agenten, intelligente Netzwerke
„2032 werden nahezu alle Dinge des täglichen Lebens mit Intelligenz versehen und miteinander vernetzt sein“, glaubt Karl-Michael Henneking von Detecon. Gemeinsam mit Marktforscher Thomas Lünendonk hat er im neu erschienenen Buch „Mission Zukunft: ICT 2032“ 45 Zukunftsthesen aufgestellt. Unter anderem sollen in 20 Jahren Smart Agents nach passenden Finanzprodukten suchen und geschäftliche Netzwerke sich selbst organisieren, glauben die Autoren.
Viele Wünsche werden in der Zukunft wahr, wenn Henneking und Lünendonk Recht behalten. Dafür sorgen Smart Business Networks: Sie bringen genau diejenigen Unternehmen ad hoc zusammen, die gemeinsam einen speziellen Kundenwunsch erfüllen können. Hoch automatisiert und selbst organisierend sind diese Netzwerke, neue Lieferbeziehungen und Businessprozesse entstehen dort quasi aus dem Nichts. Ebenfalls eigenständig werden Agenten agieren, die mit individuellen Vorlieben und Wünschen gefüttert werden. Sie vertreten ihre Nutzer im Netz, begeben sich für sie auf die virtuelle Suche – nach Anbietern, Produkten und Finanzierungsmöglichkeiten.
Besonders erfolgreich agiert demnach künftig, wer mit branchenübergreifenden Geschäftsmodellen aufwarten kann. Heineking glaubt, dass „speziell Anbieter, die ITK-gestützte Dienstleistungen über mehrere Industrien hinweg organisieren, im Vorteil sein werden“. Als Wegbereiter gilt den Autoren die Firma Apple mit ihrem Vordringen in das Musik- und Buchgeschäft.
Der menschliche Kontakt wird bleiben Und wo bleibt menschliche Kontakt, die persönliche Beratung in 20 Jahren? Eine Studie der Commerzbank hat ergeben, dass sich die Qualität von Banken künftig noch mehr im Beratungserlebnis zeigen wird. Dieses wird aber seltener stattfinden, denn die Filiale suchen die meisten Kunden nur mehr in besonderen Fällen auf. Sie tragen ihre Bank als mobile Anwender in der Tasche. Auf persönliche Beratung verzichten können die Institute dennoch nicht, glaubt die Commerzbank. Ob Kunden statt Filialen auch Service-Nischen in Supermärkten akzeptieren werden, sei derzeit nicht absehbar: „Und es stellt sich die Frage, ob Service-Theken von den Banken angeboten werden oder die Handelsunternehmen selbst ins Bankgeschäft einsteigen.“ Schon heute versuchen sich unter anderem die Modekette C&A und ab 2012 der Baustoffhändler E/D/E auf diesem Gebiet.
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