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GfK-Studie


Ratenkredit verdrängt Dispo

28 Prozent der Privathaushalte nutzt Ratenkredite zur Anschaffung von Autos, Möbeln oder anderen Konsumgütern. Dies ergab eine Studie der GfK Finanzmarktforschung im Auftrag des Bankenfachverbands. Sie konstatiert außerdem, dass der Zuwachs von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf Kosten des Dispokredits ging, der derzeit nur mehr von 16 Prozent der Haushalte genutzt wird.

„Die Verbraucher finanzieren ihren Konsum verstärkt mit günstigeren Ratenkrediten“, sagt Peter Wacket, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes. Im Schnitt liegen die Zinsen für Ratenkredite mehr als drei Prozentpunkte unter den Dispo-Konditionen. Knapp jeder dritte private Neuwagen ist der Studie zufolge ganz oder teilweise finanziert. Und: Mehr als zwei Drittel der Kunden, die im Handel eine Ware finanziert haben, hätten sie ohne die Möglichkeit zur Finanzierung nicht erworben. „Ohne Kredite wären rund 20 Prozent der privaten Neuwagen nicht verkauft worden“, folgert der Verbandschef. „Das unterstreicht die volkswirtschaftliche Bedeutung des Kredits“, so Wacket weiter.

Im Schnitt zahlen Kreditnutzer monatlich rund 250 Euro, um ihre Konsumkredite zu tilgen. Dieser Wert blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant. Ein Neuwagen kostet durchschnittlich 21.000 Euro, ein Gebrauchtwagen rund 11.200 Euro. „Nicht jeder Verbraucher kann oder will sein Auto bar bezahlen“, sagt Wacket. Zwei Drittel aller Befragten, die sich in den nächsten zwei Jahren einen Neuwagen anschaffen wollen, können sich vorstellen, ihn zu finanzieren. Dazu würden zwei Drittel einen Kredit abschließen. An Bedeutung gewinnen jedoch die Drei-Wege-Finanzierung und das Leasing mit jeweils 18 Prozent. Bei Gebrauchtwagen bleibt der Ratenkredit mit einem Anteil von 84 Prozent mit Abstand die wichtigste Finanzierungsform.

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