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Dickes Plus beim Mobilien-Leasing
Krisenbedingt haben deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr Leasingverträge verlängert, statt in Neuwagen zu investieren. Jetzt ist die Krise zu Ende und damit auch die Zurückhaltung. Laut Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) wuchs das Neugeschäft im Mobilien-Leasing im zweiten Quartal erstmals seit 2009 wieder an.
Und dies um beachtliche 3,7 Prozent. Während das Segment für Produktionsmaschinen mit -7,5 Prozent und Büromaschinen/EDV mit -7,2 Prozent noch stark rückläufig sind, verbuchte das PKW- und Kombi-Leasing ein Plus von 6,4 Prozent. Der Bereich Nutzfahrzeuge steigerte sich um 2,7 Prozent. Das Neugeschäft war im ersten Quartal um 11,6 Prozent gefallen, weswegen die Halbjahresbilanz mit -3,8 Prozent noch negativ ausfällt.
Der BDL hofft 2010 auf ein kleines Plus. Derzeit seien die vorhandenen Kapazitäten noch nicht ausgelastet, weswegen sie eher nur ersetzt als erweitert würden. BDL-Hauptgeschäftsführer Horst Fittler ist allerdings zuversichtlich: "Deutschland hat eine extrem niedrige Nettoinvestitionsquote. Bedarf ist also vorhanden, und wenn die Investitionsbereitschaft wieder anzieht, werden es maßgeblich die Leasinggesellschaften sein, die Investitionen ermöglichen."
Klimaindex auf Rekordhöhe Das dürfte in den nächsten Monaten der Fall sein, wenn sich der ifo Geschäftsklimaindex bestätigen sollte, der im Juli seit der Wiedervereinigung seinen größten Sprung nach oben gemacht hat. Die Kapazitätsauslastung in der Industrie sei nur noch leicht unterhalb des langjährigen Durchschnitts - so das ifo Institut. Außerdem schätzen die vom ifo Befragten die Geschäftsentwicklung für das nächste Halbjahr optimistischer ein als noch im Juni.
Auch das Wirtschaftsministerium lässt verlauten, dass "die Prognosen für das Gesamtjahr nun kräftig nach oben korrigiert werden dürften". Fünf Quartale nach der Rezession habe Deutschland bereits wieder rund 60 Prozent des krisenbedingten Rückgangs seiner Wirtschaftsleistung aufgeholt. Stark steigende Nachfrage aus dem Ausland (Ausfuhr +9,4 Prozent im zweiten Quartal) führe zu mehr Investitionen im Inland, auch der Privatkonsum wachse spürbar.
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