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Ausblick 2012


6 Toptrends in der IT

Wie entwickeln sich die IT-Budgets? Wo sind CIOs und IT-Abteilungen besonders gefordert und wie verändert sich deren Rolle? Führende IT-Analysten und -Berater haben jetzt ihre Prognosen veröffentlicht. Lesen Sie hier, was uns 2012 und darüber hinaus erwartet.

1. Budgets steigen
Trotz Krise rechnen 38 Prozent der jüngst von Capgemini befragten CIOs in Deutschland, Österreich und der Schweiz nächstes Jahr mit mehr Geld. Von Kürzungen gehen 23 Prozent aus, während 33 Prozent genauso viel wie 2011 investieren können. Ein Fünftel der Budgets fließen dabei in Innovationen, davon ein Drittel in die Evaluierung neuer Technologien und zwei Drittel in Umsetzungsprojekte. Mit 17 Prozent des Budgets erhalten Unternehmen ihre IT-Landschaften aufrecht. Dies sei weniger als erwartet, meint Dr. Peter Lempp von Capgemini. Es bedeute, „dass viele CIOs ihre IT in den letzten Jahren schlanker und effizienter aufgestellt und sich dadurch Freiraum geschaffen haben, um neben dem täglichen Betrieb IT-Innovationen auf den Weg zu bringen.“

Übrigens werden heute 16 Prozent des IT-Budgets von den Fachabteilungen verwaltet und für Pilotprojekte mit externen Partnern ausgegeben. Gartner-Experte Daryl Plammer glaubt, dass es dabei nicht bleiben wird: „Wegen der anhaltenden Kundenorientierung und des Cloud Computings geht immer mehr IT-Verantwortung auf Business Manager über.“ Bereits 2015 werden 35 Prozent der IT-Ausgaben nicht mehr von der IT-Abteilung getätigt.

2. Neue Rolle für die IT
Trotz der Verlagerung von Budgets in andere Abteilungen hält Plammer die Unternehmens-IT als Kontrollorgan für unersetzbar. Derzeit fehle allerdings eine übergreifende IT-Kontrolle: „Die IT-Organisation der Zukunft muss diejenigen koordinieren, die das Geld haben, die Services bereitstellen, die Daten sichern und außerdem Nutzer, die IT-Innovationen in unterschiedlichem Tempo annehmen.“

3. Mobile schlägt PC
2012 wird mehr in mobile Geräte investiert als in PCs. Auch bei den Stückzahlen werden Smartphone und Tablet vorne liegen – so IDC. Mit 85 Milliarden Downloads setzen mobile Apps mehr um als der gesamte Mainframe-Markt. Innerhalb des Marktes wird der Konkurrenzdruck steigen. Microsoft ringt um die Marktführerschaft bei mobilen Betriebssystemen, das Kindle Fire wird das Apple iPad herausfordern.

4. Kampf um die Cloud
Auch in der Cloud verschärft sich der Wettbewerb. IDC sieht die nötigen Infrastrukturen bereits geschaffen, jetzt gehe es um den Aufbau von Anwendungsplattformen und Ökosystemen. Dabei werde sich die alte IT-Welt mit Microsoft, Oracle und IBM gegen neue Konkurrenten wie Amazon und Google behaupten müssen. Dieser Kampf wird nicht zuletzt zahlreiche Firmenübernahmen nach sich ziehen. Bis Ende 2016 speichern, so ist Plammer von Gartner überzeugt, mehr als die Hälfte der Global-1000-Firmen kundensensible Daten in der Cloud.

5. Die Bubble der sozialen Netze wächst
Viele Übernahmen erwartet IDC auch im Social Web-Segment. Kein Key Player werde künftig ohne eine technologische Komponente für soziale Netze auskommen. Gartner geht aber davon aus, dass bereits 2013 die Investitionsblase bei Consumer Social Networks platzen wird, 2014 folgten dann die Anbieter von Enterprise Social Software.

6.Bald 2.700.000.000.000.000.000.000 Byte
Auf 2,7 Zettabyte (ZB) soll die Datenmenge laut IDC nächstes Jahr steigen. Das entspräche einem Plus von 48 Prozent gegenüber 2011. Weil 90 Prozent der Daten unstrukturiert sind, erwarten die Analysten einen Boom bei In-Memory-Werkzeugen und BI-Werkzeugen. Auch hier würden sich die Marktführer durch Firmenübernahmen neue Funktionen zukaufen. Gartner sieht die Anwender von Big Data allerdings vor große Herausforderungen gestellt, müssten sie doch die Einführung ohne regulatorische Hilfe planen und bewältigen. 2015 würden deshalb mehr als 85 Prozent der Fortune 500-Unternehmen bei dem Versuch scheitern, Big Data für Wettbewerbsvorteile zu nutzen.

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